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Durchgebrannte Sicherungen
German Eyer befürchtet im Leserbrief vom Samstag, dass der CVPO langsam die Argumente gegen die Initiative „Jede Stimme zählt“ ausgehen. Das Gegenteil ist der Fall. Wie bereits im letzten Leserbrief festgehalten, schwächt die Initiative die Selbstbestimmung der Bezirke und verkompliziert das bewährte Wahlsystem. Dies gibt auch German Eyer implizit zu, indem er bestätigt, dass die Verteilung der Sitze auf die Bezirke ohne Computer nicht möglich ist.
Für das Wallis und seine Bevölkerung stellen sich bei der Beurteilung der Initiative entscheidende Fragen: Wollen wir wirklich ein Wahlsystem, welches so kompliziert ist, dass wir die Verteilung der Sitze mittels Computer berechnen müssen? Wo bleibt die Transparenz für den Bürger, der nach diesem System nicht weiss, in welchem Bezirk und für welche Person seine Stimme letztendlich gewertet wird? Die Initiative führt einzig zur Stärkung des Parteienwesens, was an sich unzeitgemäss ist, da der moderne Wähler eher Köpfe wählt als Parteien.
Nochmal: Die Initiative schwächt die Bezirke, macht unser Wahlsystem komplizierter und damit intransparenter und ist dementsprechend abzulehnen.
Es ist nett zu wissen, das German Eyer seine Käselottokarten am PC erstellt. Fragt sich nur, ob wir unser bewährtes Wahlsystem wirklich darum intransparenter machen müssen. In einem gebe ich ihm aber recht: Wem die Argumente ausgehen, dem brennen die Sicherungen durch.
Ralf Imstepf
Suppleant CVPO